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Kultur und Bildung

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Bereits 1957, also drei Jahre vor der Unabhängigkeit des Landes, wurde der Deutschunterricht an den weiterführenden Schulen der damaligen französischen Kolonie eingeführt, und zwar auf Drängen der einheimischen Intellektuellen.

Wie der Altersdoyen der Deutschabteilung an der Universität Cocody, Prof. Dr. Gnéba, in einem eindrucksvollen Vortrag zum 50jährigen Jubiläum des Deutschunterrichts an ivorischen Schulen im November 2007 darlegte, habe es nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere in den 50er Jahren parallel zum wirtschaftlichen Wiederaufbau in Deutschland in vielen Teilen Afrikas eine starke Affinität zur deutschen Sprache und Kultur gegeben. Auslöser sei das 1933 in Deutschland erschienene Buch von Leo Frobenius gewesen: „Kulturgeschichte Afrikas“. Frobenius sei der erste Europäer gewesen, der in seinen Arbeiten die verschiedenen zivilisatorischen Ausprägungen in Afrika als gleichwertig gegenüber denen in Europa und in anderen Teilen der Welt anerkannt habe.

In einer ersten Phase (bis 1972) sei der Deutschunterricht so abgelaufen wie in den Schulen in Frankreich, d. h. mit Schwerpunkt auf Literatur und Verstehen. In der folgenden Phase sei die Verantwortung für den Deutschunterricht (auch als Folge des Elysée-Vertrages von 1963) auf die Bundesrepublik Deutschland übergegangen, die zahlreiche Deutschlehrer und Fachberater in die Côte d’Ivoire geschickt habe. Der Lehrplan habe sich auf Kommunikationsfähigkeiten konzentriert und die Vermittlung der „deutschen Kultur“ bewusst ausgeklammert. In den 90er Jahren habe man die Lehrpläne erneut umgestellt und den Unterricht sowohl auf Kommunikationsfähigkeiten als auch auf die Vermittlung deutscher Kultur und deutscher Wirklichkeit fokussiert.

Seit dem Schuljahr 2008-2009 steht der Deutschunterricht als Wahlpflichtfach bereits ab der 7. Klasse und nicht mehr ab der 9. Klasse auf dem Unterrichtsplan. Somit gibt es landesweit ca. 200.000 Schülerinnen und Schüler, die die deutsche Sprache in der Schule lernen. Hierzu kommen etwa 1000 Studierende, die an den Universitäten von Cocody und Bouaké Germanistik studieren.

Unterstützt wird der Deutschunterricht in der Côte d'Ivoire vor allem auch durch das Goethe_Institut und die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“.


Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“

Bildung gibt Perspektiven – Mehrsprachigkeit eröffnet Horizonte. An unseren Partnerschulen im Ausland wollen wir nicht nur einen Zugang zu unserer Sprache und Bildung ermöglichen, sondern Interesse an und Verständnis für einander schaffen. http://www.pasch-net.de

In der Côte d'Ivoire gibt es derzeit vier Partnerschulen.

 Die Bundesrepublik Deutschland und die Côte d’Ivoire pflegen seit der Unabhängigkeit der Côte d’Ivoire im Jahre 1960 enge kulturelle Beziehungen. Dazu trägt die Förderung des Deutschunterrichts an den Schulen der Côte d’Ivoire

wesentlich bei. Wenn heute an etwa 400 Sekundarschulen in der Côte d’Ivoire rund 1.500 (einheimische) Lehrer rund 300.000 Schüler (höchste Deutschschülerzahl in Afrika nach Kamerun) in der deutschen Sprache unterrichten, so kann dies nur als Beleg eines bemerkenswerten Interesses an Deutschland und an deutscher Kultur gewertet werden. Die daraus erwachsene Bildungskooperation, insbesondere die Weiterbildung der Deutschlehrer und Fortbilder, konnte auch in den Krisenjahren fortgeführt werden.

Das 1971 eröffnete Goethe Institut Abidjan setzte als einziges europäisches Kulturinstitut auch in der Krise seine Arbeit fort; dabei lag der Schwerpunkt auf der Spracharbeit.

Mit Verbesserung der Sicherheitslage konnte die Programmarbeit des Goethe-Instituts wieder voll aufgenommen werden. So finden im Goethe Institut regelmäßige Vorträge, Konzerte, Ausstellungen etc. statt. Darüber hinaus ist das Goethe-Insitut Abidjan Ort der Begegnung anderer Kulturen mit dem Gastland sowie Plattform für ivorische Kulturschaffende.

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