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Beziehungen zu Deutschland

17.05.2018 - Artikel

Stand: April 2018

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Côte d’Ivoire sind traditionell freundschaftlich. Dies kam auch beim Besuch des ivorischen Präsidenten Ouattara in Berlin im Januar 2013 und bei seiner Teilnahme an der G20-Konferenz zur Afrika-Partnerschaft  in Berlin am 12./13.  Juni 2017 zum Ausdruck. Deutschland genießt in Côte d'Ivoire ein hohes Ansehen und unterstützt das Land sowohl bilateral als auch in der Europäischen Union beim Stabilisierungs- und Wiederaufbauprozess.

Bundespräsident a.D. Horst Köhler reiste im Februar 2017 in die Côte d’Ivoire; der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, besuchte das Land Anfang März 2017. Die Bundeskanzlerin nahm am 5. Gipfel der Afrikanischen Union und der Europäischen Union am 29. November 2017 in Abidjan teil,  der Bundesminister des Auswärtigen an dem im Rahmen des Gipfels stattfindenden AU-EU-Außenministertreffen.

Wirtschaftsbeziehungen

Côte d'Ivoire bemüht sich verstärkt um eine Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland. Diese Bemühungen tragen bisher nur bescheidene Früchte. Wirtschaftliche Bedeutung hat Côte d’Ivoire vor allem als weltweit wichtigster Kakao-Lieferant für die deutsche kakaoverarbeitende Industrie.

Deutschland exportierte im Jahr 2017 Waren im Wert von 219 Millionen Euro nach Côte d’Ivoire. Aus Côte d’Ivoire importierte Deutschland Waren im Wert von 812 Millionen Euro, hauptsächlich Rohkakao.

Die deutsche Wirtschaft nutzt Côte d’Ivoire zunehmend als Plattform für den Handel mit dem französischsprechenden Westafrika. Die Präsenz deutscher Unternehmen wächst dennoch nur langsam.

Unterstützung findet die Wirtschaft durch die europäische Handelskammer EUROCHAM in Abidjan. Das im November 2017 eröffnete KfW-Büro in Abidjan wird ab Mitte 2018 auch Kontaktstelle für die DEG sein.

Entwicklungszusammenarbeit

Die bilateralen entwicklungspolitischen Beziehungen sind seit Ende der Krise im April 2011 intensiviert worden. Für das Jahr 2014 wurden Côte d'Ivoire Mittel in Höhe von 51 Millionen Euro zugesagt. Diese werden im Energiebereich (Stromversorgung) und bei der Entwicklung der Natur- und Wirtschaftsräume im Tai – und Comoépark und deren Einzugsbereichen eingesetzt. Für 2015 und 2016 erfolgten Zusagen in Höhe von 20 Millionen Euro zur Entwicklung des Gesundheitswesens. 2017 erfolgten Zusagen von rund 150 Millionen Euro, darunter zur Flankierung der G20-Initiative „Compact with Africa“ erstmals Mittel für eine Reformpartnerschaft im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Deutschland und Côte d'Ivoire arbeiten seit 1993 im Umweltschutz zusammen. Daneben gibt es Projekte der Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit/Familienplanung und HIV/AIDS-Prävention, erneuerbare Energien sowie Rohstoffgovernance.

Kulturelle Beziehungen

In Côte d’Ivoire lernen etwa 250.000 Menschen Deutsch. Sie werden von rund 1.500 Deutschlehrern unterrichtet. Die Universitäten in Abidjan und Bouaké haben große Germanistik-Institute mit über 1.000 Studierenden. In Abidjan gibt es ein Goethe Institut, welches neben Sprachunterricht auch umfassende Programmarbeit leistet und damit das kulturelle Leben mitbestimmt. Der universitäre Austausch und die Stipendienprogramme liegt in den Händen eines DAAD-Lektorats an der Université Houphouet-Boigny in Abidjan, welches auch die Universität Bouaké bedient. Sehr aktiv ist eine Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Bouaké (Biogas, Krankenhäuser), ein Verein aus Düren kooperiert mit Adziopé bei Berufsausbildung und Landwirtschaft.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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